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Mittwoch, 24. Juni 2009

...der erste Sonnenuntergang ...

Den tollen Sonnenuntergang vom 8. Stock unseres Wohnheims konnten wir nur auf den Fotos festhalten, weil wir schon so früh zu Hause waren (halb 8). Im Moment ist doch eher weniger zu tun für uns.
Wir waren also wie immer vor dem Feierabend in der Mensa und haben lecker gegessen. Wenn man aus der Mensa rausgeht, kann man des öfteren kleine Babykatzen beobachten, die echt süüüüß sind.
Die eine hatte Schnupfen und ein rotes geschlossenes Auge, die sah nicht so gesund aus. Wahrscheinlich gehören die Katzen aber auch niemanden, der sich um sie kümmert. Schade... die armen...

meine korrigierte Adresse - bis 14.08.2009

Nagoya University International Residence

(on Higashiyama campus)

c/o Mara Johann App . A-201

1 Furo-cho,

Chikusa-ku, Nagoya 464-0814

Japan

Es hatte sich ein Fehler in der PLZ eingeschlichen, ziemlich doof - aber eine Karte hab ich trotz des Fehlers schon erhalten, wenn eine andere auch noch irgendwo in Nagoya umherirrt und den Weg zu meinem Briefkasten noch nicht gefunden :(

Vielen Dank nochmal, habe mich sehr darüber gefreut!!!

Somit hier auch nochmal der Aufruf zum Kommentare schreiben!!! Dafür muss man einfach nur unter den Blog klicken (man muss sich auch nicht irgendwo anmelden). Ansonsten erzähle ja ich nur den ganzen lieben Tag! Würde mich echt freuen!!!!!!

Dienstag, 23. Juni 2009

...unser japanischer Arbeitskreis... ein kleiner Ausschnitt ...

Heute habe ich es endlich geschafft, ein Foto von unseren Laborkollegen zu machen!!! Ich hab mich getraut!!! Und es war gar nicht so schwer. Kato und Kakuya, die (noch!) bei uns im Büro sitzen haben gleich zugestimmt und dann noch alle anderen zusammengetrommelt, die gerade da waren - sogar Prof. Matsushita wollte mit aufs Foto :). Auf dem Foto kann man schon ganz genau sehen, wer hier die aufgeschlosseneren sind und wer die eher zurückhaltenden :). Unser Problem ist immernoch, dass wir die Namen von allen noch nicht drauf haben - eigentlich sind wir uns nur bei den Namen der Profs ( :)), der Postdocs und 4 Studenten sicher! Was glaub ich noch nichtmal die Hälfte aller hier arbeitenden ist! Es ist aber auch echt schwer, vor den Bürotüren sind zwar alle Namen aufgelistet, das aber nur in Kanjis geschrieben! Und die können wir nicht lesen! :( Außerdem sind da noch Magnete drangepinnt, dass man auch immer sehen kann, wo die Studenten gerade sind... obwohl ich hier auch nur weiß, dass das erste heißt, dass man im Büro ist, und das letzte, dass man zu hause ist! Für die wichtigeren Leute, gibt es noch mehr Spalten zum auswählen ... mit noch mehr unverständlichen Kanjis!

Montag, 22. Juni 2009

...der tägliche Gang zur Mensa...

…ich muss jetzt mal über die japanische Mensa berichten…

Erstmal toll, dass man am Eingang, per Plastiknachbildung gezeigt bekommt was es an dem jeweiligen Tag zu essen gibt! Sieht zwar durch das Plastik nicht immer sooo appetitlich aus – aber gut.
So, hat man sich dann ein Gericht ausgesucht, sollte man auch wissen, wie dieses heißt, man muss es an der jeweiligen Theke bei einer netten Mensafrau nämlich bestellen. Gar kein Problem als Japaner, der alle Zeichen(Kanjis) lesen kann. Für uns doch jedesmal ein Ding der Unmöglichkeit, es ohne fremde Hilfe hinzubekommen. Aber die Japaner sind ja ein freundliches Völkchen und wenn man nett fragt bekommt man auch Auskunft. Die frisch erhaltene Information sollte man dann aber auch noch verarbeiten und gut behalten. Auch nach dem Tablett und Stäbchen nehmen, sollte man noch wissen, wie das Gericht hieß, denn jetzt kommts ja zum Bestellvorgang. Aber gar nicht schlimm wenn es dann doch wieder vergessen wird (geht uns öfters so), man hat immer noch die Option auf die einzelnen Komponenten zu zeigen und so zu symbolisieren was man gerne hätte- meistens irgendein paniertes, frittiertes Stück Fleisch mit Krautsalat. Dazu gibt’s dann noch geilen ungewürzten pappigen Reis, in S-. M- und L-Size. Hier wird nicht einfach das englische Wort einfach ausgesprochen, (nein, small, verstehen sie dann wieder nicht!!!) man muss das schon richtig sagen: S-size! Das ist übrigens nicht nur in der Mensa so, auch im Cafe kommt man nicht drum herum! Aber jetzt wissen wir ja wie man „korrekt“ bestellt! Es gibt außerdem noch eine kleine Snackabteilung, in der es Frühlingsrollen, Tempura, Potatoecken, …. zum selbstnehmen gibt! Die Frühlingsröllchen sind wirklich lecker!!!! Yummieh… Dann geht’s zum bezahlen und zum Getränkebeschaffen! Wasser und Tee gibt’s wie fast überall umsonst, das ist mal Service. Auch die Dressings, Soßen und Pasten gibt’s umsonst! Das ist toll, nicht so wie in Mainz. Dafür kommt das Wasser aber wahrscheinlich aus der Leitung, da es verdächtig nach Chlor riecht, aber das ignoriert man irgendwann einfach. Immerhin trinken wir auch Wasser vom Fujisan, in dem Vanadium drin ist (soll gesund sein). Dann wird alles schön brav mit den Stäbchen gegessen, das Fleisch kann man entweder vorher mit den Stäbchen zerteilen (ist meistens so zart, geht ganz einfach) oder einfach abbeißen, indem man das ganze Stück hochhebt. Der Reis klebt schon fast von alleine an den Stäbchen (ist also auch kein Problem) und Salat lässt sich auch hervorragend mit Stäbchen essen. Nur die Nudelsuppen…Die Nudeln stopft man sich einfach rein und zieht den Rest mit einem lauten Schlürfen aus der Suppe, wir bekommen es langsam raus, aber die Japaner können das besser und lauter und intensiver mit dem Schlürfen. Für die Brühe gibt’s dann natürlich einen Löffel – und wenn nicht, wird die Schüssel einfach an den Mund angesetzt und getrunken! Ganz einfach! Hier die Auswahl von Freitagabend, die sich aber vom Rest der Wochen eigentlich nicht unterscheidet – außer das abends meistens nicht mehr alles da ist, was es mittags gab. Die Mensa hat nämlich bis 20 Uhr abends geöffnet, was auch dankend von uns in Anspruch genommen wird! Was noch enorm wichtig ist, dass man vor dem Essen „Guten Appetit“ wünscht – itadakimasu - und nach dem Essen sich für das leckere Essen bedankt –gochisousama -! Und dabei bitte auch wie im Bild die Handhaltung beachten! Damit hat man alles richtig gemacht und es kann eigentlich nix mehr schiefgehen! :) eigentlich….

NAGOYA PORT - 名古屋港全景南側から

Auf zum Aquarium - lautete die Devise am Samstag Morgen! Wir haben uns für die Power Hafenbesichtigung entschieden. Also nicht nur das Public Aquarium, sondern auch das Marine Museum, ein ehemaliges Antarktis-Forschungsschiff - die Fuji- und einen Panoramablick aus dem Portbuilding über den ganzen Hafen (bei mittelprächtigem Wetter), gabs zusammen zum "Schnäppchenpreis" von nur 2400 Yen!
Die Delfin Show war das Highlight des Tages! Hier auch ein Video, damit Ihr einen kleinen Einblick bekommt!!!
Der Rest des Aquariums war aber auch sehenswert: es gab Belugawale, eigentlich auch einen Orca (der ist aber leider letzten Herbst gestorben), Riesenschildkröten, Nemos, riesige Spinnenkrabben, Rochen und noch viel mehr Fische von denen ich die Namen nicht kenne. Aber hier ein paar Fotos!!!! Wir haben auch wieder die Schweinsrüssel-Schildkröte gesehen!
Und QUALLEN!!!! Total toll, die leuchten so schön auf den Fotos, sind eben voll korall ;) !!!!!
Wir wollten auch unbedingt ins IMAX Kino, da ist der Film "Wild Ocean" gelaufen! Wir haben extra unseren ganzen Zeitplan nach dem Film gerichtet. Was wir aber nicht bedacht hatten: alles hier ist auf japanisch, so natürlich auch die Sprache des Filmes! Ziemlich doof! Aber gut, ich hab 5 Minuten durchgehalten und dann den Rest des Films über ein Nickerchen gehalten! Es ging um Sardinenschwärme an der afrikanischen Südküste... so spannend wars nicht! Das Marinemuseum war ganz interessant, man konnte ziemlich viel machen, also an Computern und Bildschirmen Rätsel und Aufgaben lösen - leider war aber mal wieder alles auf japanisch und nirgendwo eine englische Übersetzung zu sehen! :( Also sind wir einmal durchgelaufen, waren maximal 10 Minuten drin, und haben kurz Kapitän gespielt! :) Der Panoramablick war leider durch das schlechte Wetter nicht ganz so schön, man hatte von dem Port Building aber trotzdem einen ganz guten Überblick über den riiiiiiesigen Hafen! Zum Abschluss sind wir dann auf die Fuji. Da merkte man schon gleich wieder, dass das Schiff für "kleine" Japaner gebaut war, selbst ich hätte mir bei einigen Türen sicherlich den Kopf gestoßen! Auf den Gängen ging es aber... Die Fuji hatte 1965 ihre Jungfernfahrt und ist 2007 das letzte Mal zur Antarktis ausgelaufen! Und ich glaube es war dann auch besser so, dass sie nun nur noch für touristische Zwecke genutzt wird. Sah doch schon alles ziemlich alt aus. Das Schiff war originalgetreu eingerichtet, sogar mit Schiffsköchen, die am Herd standen und Essen gekocht haben! Ansonsten gab es einen Eisblock aus der Antarktis zu sehen und zum Vergleich einen gewöhnlichen Eisblock. Woran man sah, dass der "herkömmliche" Eisblock ganz klar war und der vom Südpol trüb, da die kristalline Struktur eine ganz andere ist! Alles in allem war es mal wieder ein gelungener Ausflug - am Ende sind wir noch zufällig an einer Shrimps Factory vorbeigekommen, wo wir uns ordentlich mit 3 Tüten Krabbenchips eingedeckt haben. Man konnte alle Sorten vorher probieren und da es die drei Tüten zum Vorteilspreis gab - haben wir natürlich gleich zugeschlagen! Mal sehen ob wir von denen was nach Deutschland retten können!?!?! :)

Samstag, 20. Juni 2009

...rund um Sakae bei Nacht....

Am Freitagabend nach einem köstlichen Abendessen in der Studentenmensa gings los nach Sakae! DEM hippen Viertel hier in Nagoya, hier sieht man fast nur ausgeflippte junge Japaner, Geschäftsleute in Anzügen und die teuren Edelläden, wie Prada, Louis Vitton, Gucci usw.. Diese Läden sind hier auch wirklich beliebt, für Japanerinnen ist ein Tasche von „Prada“ oder „Louis Vuitton“ ein „Muss“! Die Japanerinnen achten schon sehr auf ihr Äußeres. Fast keine hat noch ihre natürliche schwarze Haarfarbe, es geht meistens ins bräunliche und ganz krass siehts aus wenn sie blondiert sind! Zudem ist es Pflicht Makeup zu tragen: am betsen falsche Wimpern – mit ganz vieeeeel Wimperntusche, schwarzer Kajal und rosa Rougebäckchen! Die Handys sind riesig und meist in den krassesten Farben (auch Männer haben pinke Handys) und immer hängen mindestens 3 Anhänger zur Deko am Handy, dann darf auch kein Ipod fehlen, auch mit schrillen Anhängern. Und das bekloppteste sind die Schuhe der Japanerinnen. Flache Schuhe sind doch eher die Seltenheit, je höher desto besser. Und die Absatzschuhe können die wenigsten benutzen – da wird sich auf den Freund oder sogar die Kinder beim Gehen abgestützt. Wenn niemand zum Abstützen da ist, wird einfach irgendwie gelaufen, ob der Schuh nun einen Pfennigabsatz hat oder nicht J - teilweise so schief und krumm, dass man Angst bekommt! Aber ein totales MUSS – man muss ja irgendwie größer wirken als „Frau“ ist! Achja, was auch etwas seltsam ist, dass man Spitzensöckchen zu den hohen Schuhen trägt, die sind total hip, soviele laufen damit herum… und dann gibt’s noch Söckchen, die ein Riemchen eines Schuhs nachahmen… Wenn die Sonne scheint, trägt Frau immer einen stylischen „Sonnen“schirm bei sich und ist weitestgehend durch Stoff vor der Sonne geschützt. Falls kein langes Oberteil zur Hand ist, sind auch UV undurchlässige Handschuhe, die über den Ellenbogen gehen, voll im Trend. In Japan will man blass bleiben! Es gibt echt viel, was man sich bei uns gar nicht vorstellen könnte!!! OK zurück zum Thema, wir wollten nach Sakae, ein paar Nachtfotos schießen und dann noch in eine Bar was trinken gehen. Die Nachtfotos waren schnell erledigt, die Bar, mit „angemessenen“ Preisen (für uns) war dann doch etwas schwieriger zu finden. Zudem muss man sagen, dass Trinken IMMER mit Essen verbunden ist. Und wir hatten ja schon gegessen. Also haben wir lediglich Sakae bei Nacht erkundet und sind dann auch irgendwann in seltsamen Gassen gelandet – wo ich froh war als wir da wieder weg waren. Sah aus wie ein phillipinischer Männerstrich, aber gut, vielleicht hat mir Anne das auch nur eingeredet… :)

Sonntag, 14. Juni 2009

...NAGOYA ZOO...

Sonntag 14.06.2009 - tolle Wettervorhersage (mostly sunny), total motiviert und gut gelaunt sind wir los zum ZOO! Für relativ günstige 640 YEN Eintritt (Zoo + botanischer Garten + Turm + Vergnügungspark) ging das Abenteuer los.

Die Tiervielfalt in diesem Zoo war wirklich groß - obwohl die Haltungsbedingungen meiner Meinung mies waren, die armen Tiere :( , waren teilweise auf wenig Platz und keiner natürlich Umgebung untergebracht! Ich habe versucht schöne Bilder von den Tieren zu machen (mit der neuen Kamera), hier seht ihr ein paar ...
In dem Zoo befindet sich außerdem ein Turm - der Higashiyama Sky Tower - der 134 m hoch ist! Von oben kann man über ganz Nagoya blicken und sieht dass Nagoya von Bergen und Meer umzingelt ist. Wir hatten leider keine 100%ig klare Sicht, aber für ein paar Schnappschüsse hats gereicht!
Außerdem konnten wir nicht darauf verzichten im Asiaten-Style ein Foto mit dem Turm-Maskottchen zu machen! :) Für den botanischen Garten hat die Zeit leider nicht mehr gereicht, da der Park schon um 16.30 Uhr geschlossen hat. Sau doof!!! Haben deshalb nur den Rosengarten angucken können! Der Hauptgarten ist aber nochmal genauso groß wie der ganze Zoo!
Nach 5 stündigem durch den Park laufen - waren wir dann auch demenstprechend K.O. Abschließend ist zu sagen, dass es ein sehr gelungener Tag war - habe auch ein bissl Farbe bekommen! Was hier in Japan eher verpönt ist, hier laufen alle möglichst mit langen Sachen rum - nur kurze Röcke - die findet man hier en masse! Möglichst keine Sonne abbekommen - lautet die Devise: fast alle Japanerinnen laufen mit einem Sonnenschirm, Hüten und Kappen rum wenn die Sonne scheint! Hier noch das lustigste Bild des Tages: (eine Schweinsrüssel-Schildkröte)