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Montag, 22. Juni 2009

...der tägliche Gang zur Mensa...

…ich muss jetzt mal über die japanische Mensa berichten…

Erstmal toll, dass man am Eingang, per Plastiknachbildung gezeigt bekommt was es an dem jeweiligen Tag zu essen gibt! Sieht zwar durch das Plastik nicht immer sooo appetitlich aus – aber gut.
So, hat man sich dann ein Gericht ausgesucht, sollte man auch wissen, wie dieses heißt, man muss es an der jeweiligen Theke bei einer netten Mensafrau nämlich bestellen. Gar kein Problem als Japaner, der alle Zeichen(Kanjis) lesen kann. Für uns doch jedesmal ein Ding der Unmöglichkeit, es ohne fremde Hilfe hinzubekommen. Aber die Japaner sind ja ein freundliches Völkchen und wenn man nett fragt bekommt man auch Auskunft. Die frisch erhaltene Information sollte man dann aber auch noch verarbeiten und gut behalten. Auch nach dem Tablett und Stäbchen nehmen, sollte man noch wissen, wie das Gericht hieß, denn jetzt kommts ja zum Bestellvorgang. Aber gar nicht schlimm wenn es dann doch wieder vergessen wird (geht uns öfters so), man hat immer noch die Option auf die einzelnen Komponenten zu zeigen und so zu symbolisieren was man gerne hätte- meistens irgendein paniertes, frittiertes Stück Fleisch mit Krautsalat. Dazu gibt’s dann noch geilen ungewürzten pappigen Reis, in S-. M- und L-Size. Hier wird nicht einfach das englische Wort einfach ausgesprochen, (nein, small, verstehen sie dann wieder nicht!!!) man muss das schon richtig sagen: S-size! Das ist übrigens nicht nur in der Mensa so, auch im Cafe kommt man nicht drum herum! Aber jetzt wissen wir ja wie man „korrekt“ bestellt! Es gibt außerdem noch eine kleine Snackabteilung, in der es Frühlingsrollen, Tempura, Potatoecken, …. zum selbstnehmen gibt! Die Frühlingsröllchen sind wirklich lecker!!!! Yummieh… Dann geht’s zum bezahlen und zum Getränkebeschaffen! Wasser und Tee gibt’s wie fast überall umsonst, das ist mal Service. Auch die Dressings, Soßen und Pasten gibt’s umsonst! Das ist toll, nicht so wie in Mainz. Dafür kommt das Wasser aber wahrscheinlich aus der Leitung, da es verdächtig nach Chlor riecht, aber das ignoriert man irgendwann einfach. Immerhin trinken wir auch Wasser vom Fujisan, in dem Vanadium drin ist (soll gesund sein). Dann wird alles schön brav mit den Stäbchen gegessen, das Fleisch kann man entweder vorher mit den Stäbchen zerteilen (ist meistens so zart, geht ganz einfach) oder einfach abbeißen, indem man das ganze Stück hochhebt. Der Reis klebt schon fast von alleine an den Stäbchen (ist also auch kein Problem) und Salat lässt sich auch hervorragend mit Stäbchen essen. Nur die Nudelsuppen…Die Nudeln stopft man sich einfach rein und zieht den Rest mit einem lauten Schlürfen aus der Suppe, wir bekommen es langsam raus, aber die Japaner können das besser und lauter und intensiver mit dem Schlürfen. Für die Brühe gibt’s dann natürlich einen Löffel – und wenn nicht, wird die Schüssel einfach an den Mund angesetzt und getrunken! Ganz einfach! Hier die Auswahl von Freitagabend, die sich aber vom Rest der Wochen eigentlich nicht unterscheidet – außer das abends meistens nicht mehr alles da ist, was es mittags gab. Die Mensa hat nämlich bis 20 Uhr abends geöffnet, was auch dankend von uns in Anspruch genommen wird! Was noch enorm wichtig ist, dass man vor dem Essen „Guten Appetit“ wünscht – itadakimasu - und nach dem Essen sich für das leckere Essen bedankt –gochisousama -! Und dabei bitte auch wie im Bild die Handhaltung beachten! Damit hat man alles richtig gemacht und es kann eigentlich nix mehr schiefgehen! :) eigentlich….

NAGOYA PORT - 名古屋港全景南側から

Auf zum Aquarium - lautete die Devise am Samstag Morgen! Wir haben uns für die Power Hafenbesichtigung entschieden. Also nicht nur das Public Aquarium, sondern auch das Marine Museum, ein ehemaliges Antarktis-Forschungsschiff - die Fuji- und einen Panoramablick aus dem Portbuilding über den ganzen Hafen (bei mittelprächtigem Wetter), gabs zusammen zum "Schnäppchenpreis" von nur 2400 Yen!
Die Delfin Show war das Highlight des Tages! Hier auch ein Video, damit Ihr einen kleinen Einblick bekommt!!!
Der Rest des Aquariums war aber auch sehenswert: es gab Belugawale, eigentlich auch einen Orca (der ist aber leider letzten Herbst gestorben), Riesenschildkröten, Nemos, riesige Spinnenkrabben, Rochen und noch viel mehr Fische von denen ich die Namen nicht kenne. Aber hier ein paar Fotos!!!! Wir haben auch wieder die Schweinsrüssel-Schildkröte gesehen!
Und QUALLEN!!!! Total toll, die leuchten so schön auf den Fotos, sind eben voll korall ;) !!!!!
Wir wollten auch unbedingt ins IMAX Kino, da ist der Film "Wild Ocean" gelaufen! Wir haben extra unseren ganzen Zeitplan nach dem Film gerichtet. Was wir aber nicht bedacht hatten: alles hier ist auf japanisch, so natürlich auch die Sprache des Filmes! Ziemlich doof! Aber gut, ich hab 5 Minuten durchgehalten und dann den Rest des Films über ein Nickerchen gehalten! Es ging um Sardinenschwärme an der afrikanischen Südküste... so spannend wars nicht! Das Marinemuseum war ganz interessant, man konnte ziemlich viel machen, also an Computern und Bildschirmen Rätsel und Aufgaben lösen - leider war aber mal wieder alles auf japanisch und nirgendwo eine englische Übersetzung zu sehen! :( Also sind wir einmal durchgelaufen, waren maximal 10 Minuten drin, und haben kurz Kapitän gespielt! :) Der Panoramablick war leider durch das schlechte Wetter nicht ganz so schön, man hatte von dem Port Building aber trotzdem einen ganz guten Überblick über den riiiiiiesigen Hafen! Zum Abschluss sind wir dann auf die Fuji. Da merkte man schon gleich wieder, dass das Schiff für "kleine" Japaner gebaut war, selbst ich hätte mir bei einigen Türen sicherlich den Kopf gestoßen! Auf den Gängen ging es aber... Die Fuji hatte 1965 ihre Jungfernfahrt und ist 2007 das letzte Mal zur Antarktis ausgelaufen! Und ich glaube es war dann auch besser so, dass sie nun nur noch für touristische Zwecke genutzt wird. Sah doch schon alles ziemlich alt aus. Das Schiff war originalgetreu eingerichtet, sogar mit Schiffsköchen, die am Herd standen und Essen gekocht haben! Ansonsten gab es einen Eisblock aus der Antarktis zu sehen und zum Vergleich einen gewöhnlichen Eisblock. Woran man sah, dass der "herkömmliche" Eisblock ganz klar war und der vom Südpol trüb, da die kristalline Struktur eine ganz andere ist! Alles in allem war es mal wieder ein gelungener Ausflug - am Ende sind wir noch zufällig an einer Shrimps Factory vorbeigekommen, wo wir uns ordentlich mit 3 Tüten Krabbenchips eingedeckt haben. Man konnte alle Sorten vorher probieren und da es die drei Tüten zum Vorteilspreis gab - haben wir natürlich gleich zugeschlagen! Mal sehen ob wir von denen was nach Deutschland retten können!?!?! :)