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Mittwoch, 3. Juni 2009

Das Arbeitsleben...

Die Arbeitszeiten der japanischen Studenten sind normalerweise von 10 - 22 Uhr! Was für unsere Verhältnisse ja schon ganz schön lange ist! Ich komme nicht wirklich damit zu recht erst so spät im Labor anzufangen. Anne und ich haben es uns also angewöhnt, um ca 9 Uhr anzufangen - dann ist meistens noch keiner der anderen da. Essensmöglichkeiten gibt es hier natürlich wieder reichlich (3 Mensen, Shops) Wir haben uns mittlerweile den Studenten angeschlossen und gehen mittags zu einem Convenient Shop (Mini Stop) und kaufen uns eine Kleinigkeit (Sandwich, Salat, ...) zu essen. Wir mussten erstmal entsetzt feststellen, dass es sowas wie eine kommunikative Gemeinschaft wie bei uns (AK ich vermisse euch!) mittags gar nicht gibt. Jeder nimmt sein Essen und isst es in seinem Büro. Anne und ich essen nicht im Büro, wir haben das 1x gemacht - aber wie ihr seht, gibt es auch einen Aufenthaltsraum- so haben wir uns entschieden dort zu essen.
Abends so um 19 Uhr gehen wir dann zum Studentsrestaurant und stärken uns für die weiteren Arbeitsstunden! Am Montag haben wir eine Einführung in das Diffraktometer bekommen und können jetzt mehr oder weniger selbstständig unsere Kristalle vermessen.
Es läuft auch echt gut, wenn da nicht hin und wieder kleinere Probleme auftauchen würden: ERROR Meldungen, PC stürzt ab, Kristallform zu komplex und und und. Aber, Übung macht den Meister, und wir müssen eben noch viel lernen. :)
Die nächsten 2 Wochen werden erstmal sehr arbeitsintensiv, da nämlich ein anderer Gebäudetrakt von Prof Awaga (Labor + Büros + Messgeräte) in das Gebäude, in dem wir gerade arbeiten umziehen wird. D.h. wir müssen bis dahin unsere Proben vermessen, ansonsten können wir erst wieder ab Mitte Juli an die Geräte und wenns ganz doof läuft gar nicht mehr - da wir ja nur bis Ende Juli arbeiten.
Die Gebäude ansich sind doch alle schon etwas älter. Anne und ich sitzen in einem Büro(609) , das recht groß ist und das bisher nur 2 andere Studenten mit uns teilen. Hier haben wir eigene Schreibtische (klein - wohin mit unseren Beinen???) mit Internetverbindung für die Laptops.
Zur Toilette müssen wir in den 5. Stock, es gibt auf einer Etage immer nur für ein Geschlecht Toiletten. Das machen wir aber zu Fuß übers Treppenhaus :), ansonsten wird hier normalerweise für jede noch so kleine Entfernung der Aufzug genommen!!!
Die erste Toilette, die man allerdings sieht ist ein traditionelles japanisches Standklo!!! Ich habe erstmal nen Schock bekommen... AHHHH, aber dann eine Tür weiter - die "normale" Toilette!!! PUHHH ... der Tag/Aufenthalt war also gerettet! :)
Auffällig in diesem Gebäude ist auch, dass alles in einem zarten LILA gehalten ist (@ Katie: ich hab doch gesagt, die Japaner stehen auf kitschige Farben :) wie die Ohrringe ;) ), die Türen, der Aufzug und auch das Treppengeländer!!!

On tour in Nagoya City

Am Sonntag haben wir eine Erkundungstour durch Nagoya gestartet. Ausgestattet mit Rucksack, Kamera und einem am Automaten erstandenen Tages-U-Bahn Ticket sind wir einfach mal los! Und es hat auch erstaunlich gut geklappt! Sind Downtown an der Sakae Station ausgestiegen und erstmal zur „Oase“ gegangen.

Das ist das Gebüde, was ihr auf der rechten Seite des Blogs seht. Oben drauf ist eine Plattform mit einem künstlich angelegten See/Brunnen, von der man einen guten Ausblick auf die Stadt hat. Im Untergeschoss der Oase sind lauter kleine Geschäfte für Kleidung, Comics, Spielsachen, außerdem auch Mc Donalds, Sturbucks (!, wo wir auch unseren ersten "Japanischen" Kaffee getrunken haben, wir sind hier echt auf Kaffeeentzug), eine Schweizer Konditorei und wie überall gaaanz viele Restaurants. (mhhh...lecker !) Zu unserer Belustigung fand in der Passage auch ein Fest statt - im Mittelpunkt stand das NAGOYA CASTLE. Dieses war in Miniatur originalgetreu(?! wir haben es noch nicht live gesehen) aufgebaut. Das besondere (traditionelle an dem Schloss) sind die zwei goldenen Delfine auf dem Dach. So konnte man sich auch mit einem Delfin-Hut fotografieren lassen. Auf einer kleinen Bühne waren außerdem noch ca. 30 kleine Kinder, die eine Vorführung (Singen & Tanzen) anlässlich der Schlossfeier gegeben haben, das war süüüß! Weg von der Oase gings weiter mit der Stadterkundung, denn weit waren wir ja noch nicht gekommen! Sind in ein paar große Einkauskaufhäuser, an bestimmt 100 Restaurants, Bars, Karaokebars und Museen vorbei. Außerdem sind wir durch einen Park spaziert: da waren ganz viele tanzende Japaner! Sehr interessant anzusehen, in 5 - 10 Mann/Frau Gruppen haben die irgendwelche Tänze einstudiert! Da sieht mans mal wieder, die Japaner sind immer in Bewegung, zuhause sitzen kommt für die glaub ich nur selten vor!!!