Samstag abend waren wir in einer japanischen Bar! Hammer!!! Prof. Awaga, der Assitant-Prof. … Anne und ich sind zu viert los! Wir sind von der Universität ins Motoyama-Viertel gelaufen, was ca. 10 Minuten gedauert hat (lange für japanische Verhältnisse). Endlich angekommen wurden wir dann von der Bedienung nach dem immerwiederkehrenden Hallo-und (was auch immer die sagen) Geplapper zum Tisch gebracht, was aber eher eine „Box“ für 4 Leute war. Rechts und links von uns waren auch noch „Boxen“ besetzt, zur Abtrennung wurde einfach ein Bambusrollo runtergezogen, man war also optisch voneinander getrennt, aber gehört hat man trotzdem alles. Es war schon ziemlich laut … aber gut – halb so schlimm! Anne und ich verstehen ja eh nichts! Bei den Getränken wurde uns „die Wahl“ gelassen: da wir ja aus Deutschland kommen, mussten wir das japanische Bier probieren!!! Beim Essen hatten wir dann nichts mehr zu entscheiden. Die zwei Japaner haben einfach mal alles mögliche was auf der Karte war bestellt. Und alles kam dann auch sehr fix. Es gab zuerst ein „Amuse-Gueule” –also einen Gruß aus der Küche! Laut Prof Awaga war es eine Scheibe BabyBambus in irgendnem Dressing und darauf noch so lange Raspeln von … . Er wusste selbst nicht so genau, wie er das übersetzen sollte. Dann gabs als Appetizer, gekochte Bohnen, die man aus der Schale puhlen/lutschen musste, was sehr lecker war (sehr passend zu Bier, wurde uns erzählt). Es kamen nach und nach lauter kleine Leckereien, die alle typisch japanisch waren, ein gebratener/gegrillter Hoki (1000mal besser als Mensa Hoki), der grob am Tisch vorgeteilt und von den Greten befreit wurde, dann war es unsere Aufgabe mittels Stäbchen ein Stück vom Teller in der Mitte zu nehmen, das Stück in Soße zu tunken und dann zu essen. –Also man muss einfach immer alles mit Stäbchen essen – Nacheinander gab es dann, Sushi mit Thunfisch, Sushi mit anderem rohen Fisch, Schellfisch, Gelbflossen-Fisch, Lachs (alle gebraten/gegrillt), vegetarische Teigtaschen, einen Käse/Schinken/Goya-Auflauf und einen Tintenfisch. Bis auf den Tintenfisch war alles super!!! Ich dachte mir: „probieren kannst du ja mal!“ Dabei ist es dann aber auch geblieben, das Stück Squid war so groß, und die Konsistenz so gummimäßig, dass ichs kaum runterbekommen hab. Aber ich hab den Tip bekommen, kräftig zu kauen, dann würde der Geschmack besser rauskommen. Der war mir aber relativ egal –nachdem ich das Ding durchs Kauen nicht wirklich klein bekommen habe, habe ihn einfach runtergeschluckt und GUT WAR! Er kam auch nicht wieder raus . Der Abend war echt gut!!!! Anne und ich haben es nur nicht gecheckt, dass als die Rechnung geordert wurde, die beiden Japaner einfach ruckartig aufgestanden sind, wir auch hätten aufstehen sollen! Also, das war für uns alles viel zu schnell – wir haben uns nur angeguckt und wussten nicht wo die beiden hin sind!!??! Dann nach geschätzten 3 Minuten, kam dann der A-Prof wieder an den Tisch und meinte, let´s go?! wir habens voll verpeilt
PUBLIC APOLOGY
vor 16 Jahren

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