こんにちわ
Also, um kurz zu berichten, der Flug war sehr lange, ich habe kaum geschlafen…
Aber der Service war spitze! Lufthansa :)
Zur Begrüßung gabs erst mal warme Erfrischungstücher! Mit denen man, wie ich dachte, sich die Hände sauber machen könnte. Die Japaner um uns herum (so 95%) haben diese Tücher aber auch dazu genutzt ihren ganzen Sitzplatz sauber zu machen, den Tisch zum Ausklappen, den Bildschirm in der Rückenlehne des Vordermanns und auch die Bedienelemente für den Monitor in der Armlehne! Ich habe das dann mal nachgemacht! J Man will ja nicht unangenehm auffallen. Es hatte sich bei mir auch gelohnt, weil wohl vorher mal ein Kind, den Tisch und die Rückenlehne mit Wachsmalstiften angemalt hatte! Das Tuch war nach der Reinigungsaktion auf jeden Fall ganz dreckig!
Was sehr gut war, da ich nur gefrühstückt hatte, war, dass es relativ schnell Mittagessen gab! Wir konnten zwischen einem europäischen und einem Asiatischen Essen wählen! Wir haben uns natürlich fürs Asiatische (sogar Japanische) Essen entschieden. Es gab nämlich Soba Nudeln (dunkle Nudeln) mit Wasabi und Sobasoße als Vorspeise und zum Hauptgericht
とんかつ、キヤベツを。。。also es gab: Schweineschnitzel Tonkatsu mit japanischem Weißkohl, Reis und schwarzem Sesam! Sowie zum Nachtisch eine Johannisbeer Sahneschnitte und ein Milchbrötchen mit Butter. War lecker J
Zum Trinken gabs alles mögliche, sehr gute Auswahl und sehr guter Service.
Es wurden auch Kopfhörer verteilt, für diejenigen, die ein Film oder Musik sehen/hören wollten, hab mir erstmal „Der Vorleser“ angeguckt, alle möglichen Serien, wie Desperate Houswifes, Monk und How I met your mother… und und und – konnte nämlich nicht wirklich schlafen, weil mir entweder meine Arme oder mein Po eingeschlafen sind ;)
Und als ich dann vom Müdigkeitsstand hätte schlafen können, wurde schon wieder das Licht angemacht und es gab dann schonwieder warme Tücher, Getränke und dann auch bald Frühstück! Rührei, mit Kartoffel- und Putenwürfeln und eine halbierten grünen Spargelstange sowie ein Brötchen mit Frischkäse, Butter oder Marmelade.
Und dann ca. ne Stunde später sind wir dann endlich (!) gelandet. Wir waren die letzten die aus dem Flugzeug raus sind, mussten erstmal unser ganzes Handgepäck wieder zusammensammeln, Kissen und Nackenhörnchen, Bücher und allesmögliche wieder einpacken. Als wir im Flughafen ankamen, wurden wir aufgefordert erstmal ein Formular über unseren Gesundheitszustand auszufüllen, haben Sie Fieber, Hatten Sie Fieber? Schnupfen? Halsweh? Husten? Usw. wir haben natürlich alles mit Nein beantwortet. Dann gings auch schon weiter durch ne Personenkontrolle und den Zoll, was auch etwas länger gedauert hat. Irgendwann waren wir aber durch und hatten auch unseren Stempel im Reisepass „Temporaraly Visitor“ ! Unser Gepäck kam natürlich ganz am Ende, was aber nicht so schlimm war, wir kamen ja eh so spät vom Aussteigen/Zoll … . Sind dann raus und da standen schon 4 Studenten – unser Abholkommando! Nach einer kurzen Vorstellrunde sind wir erstmal mit einem Zug zur nächsten UBahn gefahren und dann direkt zur Uni, was ca eine Stunde gedauert hat! Dabei haben wir uns „versucht“ mit denen zu unterhalten, wobei das gar nicht so einfach war, die konnten(können) nämlich eher schlecht als recht Englisch sprechen. Aber gut, irgendwie kommt man schon dahin wo man hin will und wenn man gar nix versteht, grinst man und lässt es auf sich beruhen! Haha! Es gibt da auch Unterschiede, die Studenten, die schon weiter im Studium sind, können auch besser Englisch sprechen. Das liegt wohl an deren Schulsystem – die lernen wohl kaum Englisch - keine Ahnung!
Im UBahn und Zugsystem sind zusätzlich zu den Japanische Zeichen auch immer die auch für uns lesbare Romanischen Silben angegeben, was das Verständnis doch sehr erleichtert. Obwohl wir uns wahrscheinlich erstmal alleine mit dem System vertraut machen müssen :)
Sind dann zu Professor Awaga und haben erstmal mit Ihm und der Sekretärin noch ein paar Formalitäten geklärt, ich musste bestimmt 10 Formulare unterschreiben, auf denen nur japanische Zeichen standen. Hab dann auch mal nachgefragt, was ich denn da eigentlich unterschreibe (:)), und wurde dann aufgeklärt, dass es für meine Bezahlung ist, die ich ab nächsten Freitag dann bekomme (JUHU).
Sind dann anschließend zum Wohnheim gegangen und haben die Schlüssel für unsere Wohnungen bekommen. Dazu gabs auch ein Willkommensgeschenk – eine Rolle Klopapier, einen Duschvorhang, 3 Müllbeutel und einen ganzen Stapel Papiere zum Ausfüllen, unter anderem den Mietvertrag, Kaution, eine Müllerklärung, da wir hier genaustens auf die Mülltrennung achten müssen. Anschließend gab´s auch gleich die Wohnungseinführung, bei der wir alles erklärt bekommen haben auf was wir achten müssen.
Das Zimmer ist erst mal riesig! Auch das Bett ist ein Doppelbett,
dann habe wir riesige Schränke, eine Küche (inkl leerer Schränke, riesiges Waschbecken,2 Gasherdplatten),
eine Waschmaschine(!), eine Klimaanlage(!), einen Kühlschrank und eine kleines Bad mit Klo (europ. Standard, kein jap. Standklo :)), Waschbecken und Duschbadewanne und ein Balkon,
auf dem man die Wäsche aufhängen kann (ich hab noch nicht rausgefunden, wie ich dadrauf komme, weil ein Fliegengitter vor die Tür geklebt ist!).
Das Bad besteht aus 100% Plastik, also es gibt keine Fließen und meins reicht nach Altenheim!!! Ahhh, mal sehen ob ich ein Raumspray finde, was dann auch besser riecht! Man darf das Appartement übrigens wegen der Japanische Tradition nicht mit Schuhen betreten!!! Also immer kurz hinter der Haustür: Schuhe aus!
Es gibt in der Wohnung kein Internet, aber in der Lobby, die für jeden aus dem Wohnheim frei begehbar ist (bis neun Uhr abends – was 14 Uhr Deutscher Zeit entspricht), haben uns gestern abend dafür registrieren lassen und können dann hoffentlich die nächsten Tage mal Skype anwerfen! Nächstes Problem besteht darin, dass man keinen Strom von der Lobby benutzen darf, d.h. man muss mit der eigenen Akkuleistung auskommen, und mein Akku hält maximal 40 Minuten, wenn er vollständig aufgeladen ist! Was ziemlich wenig ist! Naja, an der Uni gibt’s auch Internet, aber da zu telefonieren ist ja auch doof. Man kann sich aber auch Telefonkarten besorgen, hier gibt’s auch ein allgemeines Telefon, machen wir dann in den nächsten Tagen.
Nach Koffer abstellen, kurz frischmachen, keiner Ausruhpause (haben entschieden, lieber nicht zu schlafen, dann fällt es abends leichter und man gewöhnt sich schneller an den neuen Rhythmus) sind wir dann zurück ans Institut (5 Gehminuten) um dann mit den Japanern (von denen ich mir übrigens keinen Namen merken konnte!!!) in die „Mensa“ essen zu gehen! Auf zur nächten Herausforderung! In einem Glaskasten vor der Theke, sind alle Gerichte in Plastiknachbildung ausgestellt. D.h. : man muss sich nur noch entscheiden :). Und natürlich auch den Namen des Gerichtes im Kopf behalten, als nächstes nimmt man sich ein Tablett, 2 Stäbchen (jenachdem auch einen Löffel) und bestellt! Wenn man das Essen dann hat, bezahlt man und kann sich noch Tee oder Wasser nehmen. Ich hab mich für eine Suppe mit Udonnudeln, Frühlingszwiebeln, Algen und einer Einlage entschieden (wobei ich dachte, dass die Einlage Schwein sei, sah so ähnlich aus wie Wan-Tan. Es war dann aber irgendwas süßes – irgendein Bohnenmus in Dreiecksform gebracht, hab die Einlage dann auch nicht gegessen)
Danach sind wir zurück ins Labor, wo wir dann erstmal Gummibärchen und Kinderschokolade verteilt haben! Darüber haben sich die Studenten gefreut! Ein chinesischer PostDoc hat uns dann in dem Gebäude alles gezeigt, alle Geräteschaften, das Labor (ein hoch auf die Mainzer Labore!!!!) und hat uns eine kleine Präsentation über sein Thema gegeben. Anschließend sind wir wieder zu Prof Awaga, der uns dann zu nem Supermarkt und einem 100Yen Shop (1€Shop :)) gefahren hat! Haben erstmal das nötigste eingekauft, wie Besteck Gläser, Klopapier, Küchenrolle, Wasser, Äpfel u.s.w. er hat uns dann wieder zu den Appartements gebracht, wir haben ihm die noch kurz gezeigt uns mit Ihm für den nächsten Tag um 11.00 Uhr verabredet, erst zeigt er uns noch Labors in einem anderen Gebäude und später gehen wir mit Ihm und einem anderen Prof aus Leeds essen, da bin ich mal gespannt!
Ja, das war dann auch schon fast der erste Tag, bin um 19 Uhr Japanischer Zeit ins Bett gefallen und habe bis um 6.30 geschlafen und dann hab ich die Dusche getestet! Das Bad ist ziemlich klein und ich bin beim Ausziehen erstmal überall dagegen gestoßen :). Aber für den Mietpreis und die 10 Wochen, die wir hier verleben, reichts allemal.
Um 10.00Uhr frühstücken Anne und Ich zusammen und dann sind wir auf diesen und die nächsten Tage gespannt!
Glg Mara

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen